Am nördlichen Ausgang der Strasse von Mozambique gelegen, bilden die Komoren einen Inselstaat im Indischen Ozean. Die ursprüngliche Vegetation – dichter, tropischer Regenwald mit wertvollen Holzarten – wurde durch das Bevölkerungswachstum stark zurückgedrängt und ist fast nur noch in höheren Lagen erhalten. Im letzten Herbst berichteten wir über unser Alphabetisierungsprojekt, das wir im Juli 2012 starteten. Bei einer geschätzten Analphabetenrate von 50% ist dieses Projekt ein grosses Anliegen. Zudem plant PartnerAid Schweiz ein Projekt im Gesundheitsbereich. Die Sozialfürsorge und das Gesundheitswesen weisen erhebliche Lücken auf. 2004 hatte das Land 15 Ärzte pro 100`000 Personen.

Fragt man hier in der Schweiz ein Kind, welches das gefährlichste Tier sei, lautet die Antwort meistens Löwe, Schlange oder Hai. Doch in Wahrheit ist der Feind viel kleiner. Das Tier, das vielen Menschen den Tod bringt, ist die Malariamücke. Malaria ist eine Krankheit, die in den Komoren weit verbreitet ist und ein gravierendes Problem darstellt. Medikamente sind gerade für die ärmeren Bevölkerungsschichten unbezahlbar, zudem sind die wachsenden Resistenzen problematisch. Die Artemisia annua anamed Pflanze enthält nebst dem wertvollen Artemisenin weitere Wirkstoffe gegen Malaria. Gemäss einer unabhängigen amerikanischen Studie vom Dezember wurde bewiesen, dass diese Pflanze wirksamer und zudem kostengünstiger ist als die Medikamente gegen Malaria. Zudem ist trotz der langjährigen Anwendung der Pflanze noch keine Resistenz bekannt. In unserem Projekt kultivieren wir in Zusammenarbeit mit lokalen Bauern diese Pflanze an unterschiedlichen Standorten.

Durch Ausbildung und Coaching lernen die Bauern, die Bodenqualität zu verbessern und natürliche Schädlingsbekämpfung anzuwenden. Die Pflanze wird vegetativ vermehrt.
Nach der Ernte sollen die Blätter zu Pulver verarbeitet werden, welches von den Betroffenen für einen kleinen Betrag gekauft werden kann. Weitere Aufgabe sind die Ausbildung des medizinischen Personals sowie die Aufklärung der Bevölkerung über diese Möglichkeit, Malaria zu behandeln. Falls Sie unseren Einsatz unterstützen möchten, vermerken Sie beim Zahlungszweck „Komoren Artemisia“ . Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung.