Ghana – Projekt Share
Ungefähr eines von drei Kindern unter fünf Jahren leidet an Mangelernährung - und dies obwohl keine Hungersnot herrscht.
Landwirtschaft für Geflüchtete
Millionen von Sudanesen sind wegen des schrecklichen Bürgerkriegs in die umliegenden Nachbarländer geflüchtet. Etwa 160’000 von ihnen leben nun in vier grossen Lagern im entlegenen Nordosten des Südsudan. Das Landwirtschaftsprojekt Intec Transformation unterstützt die Familien mit Land, Saatgut und Werkzeugen, damit sie sich möglichst selbst ernähren können. Insgesamt haben über eine Million sudanesische Geflüchtete und südsudanesische Rückkehrer die Grenze in den Südsudan überquert. Der Südsudan, das derzeit ärmste Land der Welt, ist nicht in der Lage, diesen Menschen zu helfen und auch die Hilfe der Vereinten Nationen geht aufgrund anderer Kriege stetig zurück. Hunger und Unterversorgung sind daher weit verbreitet.
Viele der Geflüchteten stammen aus Dörfern in ihrer Heimat, wo die Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle war. In den Flüchtlingslagern fehlt es ihnen jedoch an Land, Werkzeugen und Saatgut, um Landwirtschaft zu betreiben. Nachdem dieser Bedarf erkannt worden war, startete im Jahr 2016 das Projekt Intec Transformation mit 200 Familien.
Seither ist die Zahl der teilnehmenden Familien auf 1500 bis 2000 angewachsen. Intec arbeitet mit lokalen Anführern von Gemeinschaften zusammen. Diese wählen erfahrene Bäuerinnen und Bauern für die Teilnahme aus. Das Projekt versorgt sie mit ausreichend Saatgut (Sorghum, Mais und Erdnüsse) sowie Werkzeugen. Am Ende jeder Saison geben die Bäuerinnen und Bauern einen kleinen Teil ihrer Ernte zurück. Dieser wird für die nächste Saison gelagert.
Aisha ist eine alleinerziehende Mutter mehrerer Kinder aus einem kleinen Stamm am Blauen Nil. Sie musste 2011 mit ihrer Familie in den Südsudan fliehen, nachdem ihr Dorf bombardiert worden war. Sie arbeitet hart und legt regelmässig lange Strecken zurück, um schweres Brennholz zum Kochen zu holen. Sie trägt es in einem Joch aus Holz und Schnüren auf den Schultern. Aisha ist seit vielen Jahren Teil des Landwirtschaftsprojekts von Intec. Trotz der Schwierigkeiten des Lebens bleibt sie fröhlich und würdevoll.
Die Unterstützung ist für sie von unschätzbarem Wert, da sie ihr ermöglicht, ihre Kinder zu ernähren. Die Arbeit unserer Partner im Südsudan ist für Menschen wie Aisha überlebenswichtig. Sie benötigen jedoch mehr Unterstützung, um ihre Arbeit fortsetzen und ausbauen zu können.
*Name geändert
«Ich glaube, dass individualisierte Entwicklungsprojekte, die auf die Bedürfnisse von einzelnen oder kleinen Gruppen eingehen, den Menschen besser dienen und am Ende allen eine bessere Lebensgrundlage ermöglichen.»