Komoren – Entwicklung lokaler Vereine

Eine Werkstatt – 1000 Möglichkeiten

Situation

Die Komoren sind ein aus drei Inseln bestehender Archipel im Indischen Ozean. Das Land ist ein SIDS (Small Island Developing State) und besitzt aufgrund seiner Grösse, seines geringen Entwicklungsstands und seiner besonderen geografischen Lage einen von der UNO anerkannten Sonderstatus. Die lokale sozioökonomische Realität ist unter anderem durch eine stark marode Infrastruktur und einen begrenzten Zugang zu technischer Ausbildung gekennzeichnet.

Im technischen Bereich basiert die Ausbildung hauptsächlich auf einem informellen Modell: Handwerker geben ihr Wissen durch Beobachtung weiter – ohne strukturierten pädagogischen Rahmen, ohne theoretische Grundlage und ohne geeignetes Werkzeug.

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Eine Werkstatt – 1000 Möglichkeiten

Im Rahmen des Projekts «Entwicklung lokaler Vereine» soll eine multifunktionale technische Werkstatt mit drei Schwerpunkten eingerichtet werden.

Entwickeln

Die Werkstatt möchte neue, konkrete Lösungen anbieten, indem sie langlebige und reparierbare Low-Tech-Geräte entwickelt. Diese könnten insbesondere im Bereich der Abfallverbrennung eingesetzt werden. Unser Partner arbeitet derzeit an der Entwicklung einer Solaranlage, die dem Hausmüll die Feuchtigkeit entzieht, um den Brennstoffverbrauch eines sauberen Verbrenners so weit wie möglich zu begrenzen.

Reparieren

Die meisten Geräte und Werkzeuge werden auf den Komoren übermässig und ohne jegliche Wartung genutzt und dann bei der ersten Panne mangels Reparaturmöglichkeiten entsorgt. In diesem Zusammenhang möchte die Werkstatt die Akteure/-innen dafür sensibilisieren, vorbeugende Wartungsarbeiten an ihren Geräten durchzuführen. Zudem bietet sie die Reparatur ausgedienter Geräte an.

Ausbildung

Das langfristige Ziel ist der Aufbau eines technischen Ausbildungszentrums, um die Beschäftigung junger Menschen zu fördern. Nach der Ausbildung können die Teilnehmenden ihre eigenen Projekte verwirklichen und dabei eigene Kleinstunternehmen aufbauen. Die Auszubildenden können entweder die Ausrüstung der Werkstatt mieten oder geeignete Geräte von der Werkstatt erwerben. Weitere Auszubildende wiederum können eine feste Anstellung in diesem Projekt finden.

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Das Projekt basiert auf einer einfachen, aber wirkungsvollen Logik: Eine Werkstatt vermittelt Kompetenzen und repariert Geräte. Sie schafft neue Arbeitsplätze und verbessert die Lebensbedingungen. Das integrierte Konzept erzeugt einen Multiplikatoreffekt – ganz im Sinne des Slogans «1 Werkstatt, 1'000 Möglichkeiten».

Portrait Daniel Scheidegger

Daniel Scheidegger

Co-Geschäftsleiter, Office

«Die Projekte von PartnerAid ermöglichen benachteiligten Menschen ein Leben in Würde und eröffnen ihnen neue Perspektiven. Dafür setze ich mich ein.»